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Sonntag, 07. Februar 2010, 18:00 Uhr
Bernhard Römer, Cembalo
Werke von Bach, Forqueray, Boismortier, Rameau u.a.
Er war nie in Frankreich und auch die Bezeichnung „Französische Suiten“ stammt nicht von ihm. Und doch hegte Johann Sebastian Bach große Sympathie für den Kompositionsstil unseres Nachbarstaates. Nicolas Grignys „Orgelbuch“ beispielsweise – sein französicher Originaltitel lautet „Livre d’orgue“ – war Bach so wichtig, dass er es komplett handschriftlich abgeschrieben hat! Andreaskantor Bernhard Römer hat zwei Bachsche Suiten für sein Cembalorezital ausgewählt, Teile einer Sammlung, die später den Namen „Französische Suiten“ erhielten, haben sich doch die Franzosen in hervorragendem Maße in der Suitenkomposition hervorgetan.
Außerdem stehen Werke von Boismortier, Rameau und Forqueray auf dem Programm, allesamt Schöpfungen aus einer Zeit, in der die Cembalomusik im höfischen Frankreich in ihrer größten Blüte stand…
Eintritt: 8 EUR (6 EUR)
Sonntag, 07. März 2010, 18:00 Uhr
Ulfert Smidt (Hannover)
Max Reger
Introduction e-Moll opus 16, 1
Johann Sebastian Bach
Aus tiefer Noth schrei ich zu dir BWV 686
Gigue c-Moll aus der Suite BWV 997
Allein Gott in der Höh sei Ehr BWV 715
Triosonate C-Dur BWV 529
Praeludium und Fuge e-Moll BWV 548
Max Reger
Fuge über B-A-C-H opus 46, 2
Ulfert Smidt wuchs in Bremen auf, wo er den ersten Orgelunterricht erhielt. Nach dem Kirchenmusik-A-Studium in Hannover (Ulrich Bremsteller, Orgel; Lajos Rovatkay, Cembalo) führte ihn ein Stipendium der deutschen Studienstiftung nach Amsterdam zu Piet Kee und Ewald Kooiman, das er 1987 mit dem Konzertexamen abschloss. Nach Tätigkeiten als Kirchenmusiker und Orgelrevisor in Holzminden und Bremen ist er seit 1996 Organist der Marktkirche Hannover und künstlerischer Leiter der dortigen internationalen Orgelkonzerte. Ulfert Smidt ist ebenfalls Dozent an der Hochschule für Musik und Theater in Hannover und konzertiert im In- und Ausland. Der Hannoversche Marktkirchenorganist freut sich auf die erneute musikalische Begegnung mit der Beckerath-Orgel in St. Andreas und hat für sein Hildesheimer Konzert die oben aufgeführten Werke von Johann Sebastian Bach und Max Reger ausgewählt.
Eintritt: 8 EUR (6 EUR)
Freitag, 02. April 2010, 15:00 Uhr
Gabriele Hierdeis, Sopran
Ulrike Mayer, Alt
Johann Christensson, Tenor (Evangelist und Arien)
Tijl Faveyts, Bass (Christus)
Marek Rzepka, Bass (Arien)
St. Andreas-Kantorei Hildesheim
Barockorchester L'Arco
Leitung Bernhard Römer

Eintritt: 25, 20, 15, 5 EUR (20, 16, 12 EUR)
Montag, 05. April 2010, 17:00 Uhr
Andreas Weller, Tenor (Evangelist)
Gregor Finke, Bass (Jesus)
Gambenconsort Irmelin Heiseke
Vokal- und Instrumentalsolisten
Kammerchor Hildesheim
Leitung: Bernhard Römer
Die Zeit der 1620er Jahre war für Heinrich Schütz geprägt von einer ungeheuren Produktivität, die einerseits aus der Notwendigkeit des Schaffenmüssens und dem gleichzeitigen Bedürfnis Schaffen zu wollen erwuchs; innerhalb weniger Jahre entstanden neben der Historia der fröhlichen und siegreichen Auferstehung unsers einigen Erlösers und Seligmachers Jesu Christi – so der Originaltitel der „Auferstehungshistorie“ – der Dialogo per la Pascua ein Osterdialog, weitere mehrchörige Psalmen, eine Anzahl weltlicher Lieder und Gesänge, der Trauergesang zur Beisetzung der Kurfürstin-Mutter, der Herzogin Sophie, am 28. Januar 1623, mehrere politische Musiken u.v.m.
Die Auferstehungshistorie ist das erste oratorische Werk von Heinrich Schütz. Den Erstdruck dieses "genialsten" Stückes, wie es Walter Simon Huber in seinem Geleitwort zur 1956 herausgegebenen Ausgabe ausdrückte, legte der 38jährige 1623 vor.
Die Textfassung für das Osteroratorium ist aus den vier Evangelientexten zusammengetragen worden. Das überraschende und gleichzeitig schöne ist die Schlichtheit, mit der zu Herzen geredet wird, der Vorrang von Wortverständnis und Gemeindefreundlichkeit, der die gelegentlich kühnen Modulationen fast vergessen lässt.
Eintritt: 16 EUR (10 EUR)
Sonntag, 09. Mai 2010, 18:00 Uhr
Bernhard Römer, Orgel
JEHAN ALAIN (1911–1940)
Variations sur un théme de Clément Janequin
JOHANN SEBASTIAN BACH (1685–1750)
Pièce d’Orgue BWV 572
OLIVIER MESSIAEN (1908–1992)
Le Banquet céleste
JEAN LANGLAIS (1907–1991)
Hymne d’action de Grâce « Te Deum »
JEHAN ALAIN (1911–1940)
Deuxième Fantaisie
FRANÇOIS COUPERIN (1668–1733)
Offertoire sur les Grands Jeux
JOHANN SEBASTIAN BACH (1685–1750)
Präludium Es-Dur BWV 552
CÉSAR FRANCK (1822–1890)
Choral h-Moll
JEHAN ALAIN (1911–1940)
Litanies

Eintritt: 8 EUR (6 EUR)
Sonntag, 13. Juni 2010, 18:00 Uhr
Anna-Victoria Baltrusch (Freiburg), Orgel
JOHANN SEBASTIAN BACH (1685-1750)
Fantasie und Fuge g-Moll BWV 542
JAN PIETERSZOON SWEELINCK (1562-1621)
Variationen über Mein Junges Leben hat ein Endt
NIKOLAUS BRUHNS (1665-1697)
Präludium in G
JOHANN SEBASTIAN BACH (1685-1750)
Sonate II c-Moll BWV 526
ZSIGMOND SZATHMÁRY
B-A-C-H « Hommage a… »
FELIX MENDELSSOHN BARTHOLDY (1809-1847)
Sonate B-Dur op. 65 Nr. 4
Anna-Victoria Baltrusch wurde 1989 in Berlin geboren. Seit ihrem 5. Lebensjahr erhielt sie Klavierunterricht, seit 1998 Orgelunterricht. Sie studiert mittlerweile an der Musikhochschule Freiburg im Breisgau die zwei Hauptfächer Kirchenmusik und Klavier. Mehrmals hat sie an Wettbewerben im Fach Klavier sowie im Fach Orgel teilgenommen. Bei “Jugend musiziert” hat sie sechs erste und einen zweiten Bundespreis sowie zahlreiche Sonderpreise in den Kategorien Orgel-Solo, Klavier-Solo, Klavier vierhändig, Klavier Duo (mit einem Streichinstrument) sowie Klavier-Begleitung (Gesang bzw. Violine) gewonnen.
Im März 2010 erspielte sie sich ein Stipendium des Deutschen Musikwettbewerbs, verbunden mit der Aufnahme in die Bundesauswahl Konzerte Junger Künstler.
Eintritt: 8 EUR (6 EUR)
Sonntag, 29. August 2010, 18:00 Uhr
Vokalsolisten
Jens-Peter Enk, Orgel
Kammerchor Hildesheim an St. Andreas
Leitung: Bernhard Römer
und Werke für Chor und Orgel von Felix Mendelssohn Bartholdy
Nach Aussage des Komponisten ist die Missa Sacra sowohl "zum Gottesdienst wie zum Con-certgebrauch geeignet". Expressive Harmonik, präzise eingesetzte Kontrapunktik und thematische Prägnanz zeigen die Missa sacra als hochromantisches Werk, das zu den großen Meisterwerken der geistlichen Musik im 19. Jahrhundert zählt. Clara Schumann schrieb nach einer Aufführung an Johannes Brahms: "Tief ergreifend ist das Kyrie und wie aus einem Gusse, im Sanctus einzelne Sätze von so wundervoller Klangwirkung, dass es einem kalt über den Rücken rieselt."
Eintritt: 16 EUR (10 EUR)
Sonntag, 24. Oktober 2010, 18:00 Uhr
Katharina Leye, Sopran
Vanessa Barkowski, Mezzosopran
Marcus Ullmann, Tenor
Ulf Bästlein, Bariton
Kammerphilharmonie Europa
St.-Andreas-Kantorei Hildesheim
Leitung: Bernhard Römer
Felix Mendelssohn Bartholdy
Psalm 42 "Wie der Hirsch schreit" op. 42
Bruckners letzte Messe ist ein Auftragswerk des k.u.k. Obersthofmeisteramts für die Wiener Hofburgkapelle. Der innere Anlaß zur Komposition dürfte jedoch die Genesung von einem schweren Nervenleiden gewesen sein, das den Komponisten im Frühjahr 1867 befiel und zu einem längeren Kuraufenthalt geführt hatte. Gegen den Willen seines Arztes begann Bruckner die Komposition schon während der Kur. Er empfand die Messe als seine Retterin, die ihn kurz vor dem Absturz in den drohenden Wahnsinn ins Leben zurückholte.
Dieses großartige, tief innerliche und erschütternd fromme Werk gehört zu den schönsten Zeugnissen liturgischer Kunst. Hier erreicht die Kirchenmusik einen ihrer strahlenden Höhepunkte. Sie erklang am 16. Juni 1872 in der Wiener Augustinerkirche zu ersten Mal. Den Eingeweihten galt Bruckner längst als großer Meister, hatte er doch in Paris, Nancy und London als Organist Triumphe gefeiert, die von keinem Zeitgenossen überboten wurden. Nur in Wien erlebte er noch lange den Widerstand vieler Kritiker. Die f-moll-Messe gehört heute zu den beliebtesten Chorwerken der Romantik.
Peter Eidenbenz
Eintritt: 28, 24, 17 EUR (23, 20, 14 EUR)
Samstag, 06. November 2010, 16:00 Uhr
Heinrich Schütz
Herr, auf dich traue ich
Motette SWV 377 aus der "Geistlichen Chormusik" (1648) zu fünf Stimmen
Johann Sebastian Bach
Komm, Jesu, komm
Motette BWV 229 für zwei vierstimmige Chöre
Johann Michael Bach
Herr, ich warte auf dein Heil
Motette zu acht Stimmen in zwei Chören
Johannes Brahms
Fest- und Gedenksprüche
Motette op. 109 für achtstimmigen Doppelchor
Ernst Pepping
Ein jegliches hat seine Zeit
Motette zu vier Stimmen a cappella
Max Reger
Der Mensch lebt und bestehet nur eine kleine Zeit
Motette op. 138 Nr. 1 für achtstimmigen Doppelchor
Nachtlied
zu fünf Stimmen a cappella
Josef Gabriel Rheinberger
Kyrie und Gloria
aus: Cantus Missae (Missa in Es) für achtstimmigen Doppelchor
Mit diesem Chorkonzert kehrt der Kammerchor Hildesheim an den Ort zurück, wo vor 20 Jahren, genau am 17.11.1990, sein erstes Konzert stattfinden durfte: in die stimmungsvolle Klos-terkirche St. Michael Marienrode. Das heutige Benediktinerinnen-Priorat Kloster Marienrode liegt idyllisch an einem See vor den Toren der Stadt Hildesheim.
Besonders an diesem Jubiläumskonzert ist aber nicht nur der Ort, sondern auch das Programm, das die Chormitglieder selbst aus ihren persönlichen "Highlights" der letzten Jahre zusammengestellt haben. Umso schöner, dass sich sogar ein thematischer Bogen ergeben hat, der gegen Ende des Kirchenjahres die Vergänglichkeit des Menschen und die christliche Zuversicht und Heilszusage zum Inhalt hat.
Eintritt: frei
Samstag, 27. November 2010, 17:00 Uhr
Kammerchor Hildesheim an St. Andreas
Leitung und Orgel: Bernhard Römer

Eintritt: frei
Samstag, 04. Dezember 2010, 17:00 Uhr
Katariina Lukaczewski, Orgel

Eintritt: frei
Samstag, 11. Dezember 2010, 17:00 Uhr
St.-Andreas-Kantorei Hildesheim
Leitung und Orgel: Bernhard Römer

Eintritt: frei
Samstag, 18. Dezember 2010, 17:00 Uhr
Instrumental- und Vokalsolisten
Leitung und Orgel: Bernhard Römer

Eintritt: frei
Freitag, 31. Dezember 2010, 22:00 Uhr
Katariina Lukaczewski und Bernhard Römer, Orgel
Werke von Händel, Schubert, Mozart, Brahms, Bizet, Strauß, Joplin, Mendelssohn und Elgar

Eintritt: 18 EUR (14 EUR)