Romantische Nacht

Romantische Nacht in Hildesheim

Kantorat St. Andreas Hildesheim

The Best of Ten Nights – Musik vor Acht bis Mitternacht

Freitag, 10. Juli 2015, ab 19.30 Uhr

Werke von Mendelssohn Bartholdy (Sinfonie Nr. 2 B-Dur op. 52 „Lobgesang“ und Schauspielmusiken aus dem „Sommernachtstraum“ op. 61) u.v.a.

Isabell Bringmann, Sopran
Sabine Petter, Sopran
Thomas Blondelle, Tenor
Baptiste Florian Marle-Ouvrard, Orgel
Leif Klinkhardt, Klavier
Christopher Hein, Klavier
Michaela Allendorf, Lesung
Martin Fritz, Violoncello
St.-Andreas-Kantorei Hildesheim
Kammerchor Hildesheim an St. Andreas
Göttinger Symphonie-Orchester
Künstlerische Gesamtleitung: Bernhard Römer
 

Mitternächtlicher Klassik-Traum – Ein Abend für Konzert-Flaneure

Die Romantische Nacht gehört zu den Glanzmomenten im Hildesheimer Musikleben. Alle zwei Jahre füllen sich der Marktplatz, das Rathaus und die Kirchen der Innenstadt mit klassisch-romantischer Musik. Über 100 Hildesheimer Musikerinnen und Musiker wirken an dem Konzertreigen mit, der bis Mitternacht dauert und mit den unwiderstehlichen Klängen aus Mendelssohn Bartholdys „Sommernachtstraum“ auf dem Marktplatz seinen krönenden Abschluss findet.
Auch die Romantische Nacht feiert 2015 einen runden Geburtstag, sie findet zum zehnten Mal statt. „Best of Ten Nights“ heißt denn auch die Devise, wobei die Rosen-Thematik einen Schwerpunkt bilden wird. In der Musik ist die Rose das Bild für Liebe und Zuwendung, so wie sie für Hildesheim Gründungsmythos und Lebenssymbol darstellt. Romantische Chorlieder, die die Rose auf die schönste Weise besingen, werden eine zentrale Achse im Programm sein.
Das Flanieren zwischen den verschiedenen Veranstaltungsorten, zu denen diesmal auch der Rosenstock gehören wird, und die Konzerte auf dem Marktplatz erzeugen eine außergewöhnliche Atmosphäre. So schön kann die Nacht klingen!

19.30 bis 20.30 Uhr
St.-Andreas-Kirche
FELIX MENDELSSOHN BARTHOLDY
Sinfonie Nr. 2 B-Dur op. 52 “Lobgesang”
für Soli, Chor und Orchester

Isabell Bringmann, Sopran
Sabine Petter, Sopran
Thomas Blondelle, Tenor
St.-Andreas-Kantorei Hildesheim
Göttinger Symphonie Orchester

Die 2. Sinfonie in B-Dur Lobgesang, „eine Symphonie-Kantate nach Worten der Heiligen Schrift” für Solisten, Chor und Orchester, wie es im Untertitel heißt, komponierte Mendelssohn anlässlich der groß angelegten Feiern zum 400-jährigen Jubiläum der Erfindung der Buchdruckerkunst in Leipzig.

Natürlich knüpfte er mit seinem Werk an Beethovens 9. Sinfonie an. Während aber bei Beethoven Solisten und Chor erst dazu kommen, wenn es keine weitere Steigerung mehr durch den Orchesterapparat geben kann, räumt Mendelssohn dem gesungenen Teil den Hauptpart ein. Daher auch der Untertitel „Symphonie-Kantate”: Genau die richtige, festlich-schwelgende Musik für die Eröffnung der diesjährigen ROMANTISCHEN NACHT.

21.15 bis 21.45 Uhr
St.-Andreas-Kirche
ORGELMUSIK

CHARLES-MARIE WIDOR
Allegro aus der Symphonie Nr. 5 F-Dur op. 42
Scherzo aus der Symphonie Nr. 4 f-Moll  op. 13
Andante sostenuto aus der Symphonie gothique op. 70
Toccata aus der Symphonie Nr. 5 F-Dur op. 42

Baptiste Florian Marle-Ouvrard, Orgel

Charles-Marie Widors 5. Orgelsinfonie in f-Moll, op. 42 Nr. 1 ist seine berühmteste Orgelsinfonie. Ihr letzter Satz (Toccata) ist neben Johann Sebastian Bachs Toccata und Fuge d-Moll BWV 565 eines der bekanntesten Werke der Orgelmusik überhaupt.

21.15 bis 21.45 Uhr

Mariendom
CHORMUSIK

Felix Mendelssohn Bartholdy
Hör mein Bitten
Hymne für Sopran, vierstimmigen Chor und Orgel
Jauchzet dem Herrn, alle Welt
Mein Herz erhebet Gott, den Herrn
Kyrie eleison
Ehre sei Gott in der Höhe
Heilig

Motetten zu vier bis acht Stimmen a cappella

Sabine Petter, Sopran
Georg Oberauer, Orgel
St.-Andreas-Kantorei Hildesheim

Mendelssohn schrieb seine Motetten, Kantaten oder Hymnen nicht nur, weil er darum gebeten wurde. 1831 schrieb er seinem Freund Eduard Devrient aus Mailand: »Und daß ich grade jetzt mehrere geistliche Musiken geschrieben habe, das ist mir ebenso Bedürfnis gewesen, wie's einen manchmal treibt, grad ein bestimmtes Buch, die Bibel oder sonst was, zu lesen, und wie es einem nur dabei recht wohl wird.« Als Vorbild taugte ihm Johann Sebastian Bach, dessen Renaissance maßgeblich von Mendelssohn eingeleitet wurde, ebenso wie Giovanni Pierluigi da Palestrina, der katholische Altmeister der Vokalpolyphonie.

Selten hat Mendelssohn so durch und durch religiös komponiert wie in dem Hymnus »Hör mein Bitten«, der 1844 unter dem Originaltitel »Hear my prayer« in England entstand und ein Jahr später veröffentlicht wurde.

In prachtvoller achtstimmiger Doppelstimmigkeit entfaltet er in seiner 1829 für den Berliner Dom vertonten „Deutschen Liturgie” ein Kyrie, Gloria und Sanctus, das die St.-Andreas-Kantorei als ökumenischen Gruß ebenso wie ein deutsches Magnificat musikalisch in den Hildesheimer Mariendom mitbringt.

21.15 bis 21.45 Uhr
Rathaushalle

LIEDER

Rosen-Lieder von Monteverdi, Purcell, von Weber, Haydn, Schubert, Schumann, Grieg, Bellini u.a.

Thomas Blondelle, Tenor
Christopher Hein, Klavier

Er ist ebenso ein Wahrzeichen des Bistums Hildesheim wie auch der gesamten Stadt: der Tausendjährige Rosenstock. Die Legende, die ihn umgibt, reicht bis in die Gründungsgeschichte des Bistums Hildesheim zurück.

Die Rose ist auch die am häufigsten bedichtete und besungene Blume, denn von der Antike bis heute faszinierte sie die Dichter und Musiker. Der belgische Tenor Thomas Blondelle hatte deshalb bei seiner Programmzusammenstellung die Qual der Wahl, denn für Hildesheims 1200-jähriges Stadt- und Bistumsjubiläum ist das Beste gerade gut genug!

Der als Studienleiter und Kapellmeister am Braunschweiger Staats-theater beheimate Christopher Klein begleitet den belgischen Sänger auf dem Flügel und bettet ihn musikalisch auf Rosen!

21.15 bis 21.45 Uhr
Literaturhaus St. Jakobi
LYRIK UND MUSIK

HEINRICH HEINE
Gedichte aus: Die Nordsee I
REGINE BRUNKE
aus: Vier Volksliedszenen für Violoncello solo

Michaela Allendorf, Rezitation
Martin Fritz, Violoncello

Heinrich Heine schrieb die beiden Zyklen „Die Nordsee”, inspiriert durch zwei mehrwöchige Badeaufenthalte auf der Insel Norderney, jeweils im Sommer und Herbst 1825 und 1826. Es sind die ersten Gedichte in deutscher Sprache auf das Meer. In einem Brief an Moses Moseram schreibt er: „Tiek und Robert haben die Form dieser Gedichte wenn nicht geschaffen, doch wenigstens bekannter gemacht, aber ihr Inhalt gehört zu dem Eigentümlichsten, was ich geschrieben habe. Du siehst, jeden Sommer entpuppe ich mich, und ein neuer Schmetterling flattert hervor. Ich bin doch nicht auf eine bloß lyrisch maliziöse zweistrophige Manier beschränkt.”

Die am Theater für Niedersachsen beheimatete Schauspielerin leiht dem romantischen Dichter Heinrich Heine ihre Stimme. Der an der Hildesheimer Musikschule tätige Cello-Pädagoge Martin Fritz kontrapunktiert die Lesung mit romantisch anmutenden, kurzen Intermezzi aus der Feder von Regine Brunke, die ursprünglich als musikalische Ergänzungen zu Texten von Theodor Fontane entstanden sind, um dem literarischen Ausdruck des 19. Jahrhunderts Melodien aus dem 19. Jh. hinzuzufügen.

22.30 bis 23.00 Uhr
St.-Andreas-Kirche
ROSENLIEDER

Chorlieder von Albert, Bornefeld, Rein, Brahms, Bialas, Schumann, Kössler und  Mauersberger

Kammerchor Hildesheim an St. Andreas

In der Musik ist die Rose das Bild für Liebe und Zuwendung, so wie sie für Hildesheim Gründungsmythos und Lebenssymbol darstellt. Romantische Chorlieder, die die Rose auf die schönste Weise besingen, sind ein Schwerpunkt in der diesjährigen Programmgestaltung. Der Kammerchor Hildesheim spannt einen weiten musikalischen Bogen, beginnt im Spanien des 15. Jahrhunderts und endet in Deutschland bei Bornefeld, Bialas und Mauersberger. Kein Wunder: Liebe kennt weltumspannend keine Grenzen!

22.30 bis 23.00 Uhr
Mariendom
ORGELMUSIK 

LOUIS VIERNE
Allegro maestoso aus der Symphonie Nr. 2 e-Moll op. 20
Adagio und Intermezzo aus der Symphonie Nr. 3 fis-Moll op. 28            Final aus der Symphonie Nr. 1 d-Moll op. 14

Baptiste Florian Marle-Ouvrard, Orgel

Ohne Frage: Wenn der Organist einer Pariser Hauptkirche nach Hildesheim kommt, muss er auch am Orgelspieltisch der hiesigen Bischofskirche Platz nehmen! Hier atmen die Orgelsinfonien von Louis Vierne den richtigen Geist. Baptiste-Florian Marle-Ouvrard, erst kürzlich mit 33 Jahren zum Titularorganist von Ste. Eustache in Paris ernannt, versteht es vorzüglich, die richtigen Klangfarben aus der neuen Seifert-Orgel zu zaubern.

22.30 bis 23.00 Uhr
Rathaushalle
LIEDER

Rosen-Lieder von Schubert, Schumann, Wolf und Alban Berg

Isabell Bringmann, Sopran
Leif Klinkhardt, Klavier

Schubert, Schumann und Wolf: Die Namen dieser Komponisten gelten weltweit als Synonym für das deutsche Kunstlied. Einst sagte Grillparzer über Schubert:  “Er ließ die Dichtkunst tönen und reden die Musik". Dieser innigen Verbindung von Wort und Musik nachzuspüren, ist der Sopranistin eine rosige Herzensangelegenheit. Mit Leif Klink-hardt, dem Kapellmeister am Theater für Niedersachsen, steht ihr ein kongenialer Klavierpartner zur Seite.

22.30 bis 23.00 Uhr
Literaturhaus St. Jakobi
LYRIK UND MUSIK

HEINRICH HEINE
Gedichte aus: Die Nordsee II
REGINE BRUNKE
aus: Vier Volksliedszenen für Violoncello solo 

Michaela Allendorf, Rezitation
Martin Fritz, Violoncello

Heinrich Heine schrieb die beiden Zyklen „Die Nordsee”, inspiriert durch zwei mehrwöchige Badeaufenthalte auf der Insel Norderney, jeweils im Sommer und Herbst 1825 und 1826. In einem Brief an Moses Moser schreibt er: „Die 2. Abteilung der Nordsee... ist weit originaler und kühner als die 1. Abteilung und wird Dir gewiß gefallen. Ich habe eine ganz neue Bahn darin gebrochen, mit Lebensgefahr.” Die „neue Bahn” meint das Wagnis, Zeiterscheinungen, Mythologie und Kosmos zu verbinden und in freien Rhythmen zu Hymnen zu gestalten.

Wiederum wird Michaela Allendorf bei ihrer Lesung musikalisch von Martin Fritz begleitet, der bei Regine Brunke passende Interpunktionen für Cello solo gefunden hat. 

23.30 bis 00.15 Uhr
Historischer Marktplatz
ORCHESTER OPEN AIR

FELIX MENDELSSOHN BARTHOLDY
Das Märchen von der schönen Melusine op. 32
Schauspielmusik „Ein Sommernachtstraum” op. 61

Göttinger Symphonie Orchester

Bevor sich der imaginäre Vorhang für ein Spiel mit Geistern, Elfen und Kobolden in einem nächtlichen Wald hebt, erzählt Felix Mendelssohn Bartholdy „Das Märchen von der schönen Melusine” in Tönen. Dafür braucht er ungefähr 12 Minuten.

Jetzt ist es aber soweit. Die Musikerinnen und Musiker des Göttinger Symphonie Orchesters, das angesichts seiner 150-jährigen Geschichte zu den angesehensten und traditionsreichsten Orchestern Deutschlands zählt, tummeln sich unter der Stabführung von Bernhard Römer in Shakespeares zauberhafter Märchenwelt, taumeln von einer Verliebtheit in die andere, von einer Verwirrung in die nächste und letztendlich doch einer Hochzeit entgegen. Der 17-jährige Felix hat in einem Geniestreich die Musik dafür geschaffen, die eine zauberhafte Atmosphäre heraufbeschwört, der man sich schwerlich entziehen kann: der „Sommernachtstraum”. Bereits die Ouvertüre ist erfüllt von einem Klang, der die Wunder und Gestalten einer fernen Zauberwelt verklärend lebendig werden lässt. 

Änderungen vorbehalten

 

gefördert von der Stiftung Niedersächsischer Volks- und Raiffeisenbanken und der Volksbank Hildesheim 

 

Eintrittskarten

Eintritt: 35, 30, 26 EUR (29, 25, 21 EUR) zzgl. Systemgebühren

Tickets: Service-Center der HAZ, Kulturring, amei’s Buchecke
Internet: www.andreaskantorei.de (auch „print@home“-Tickets)

Restkarten ab 18.30 Uhr
 

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